Hospiz macht Schule

Hospiz macht Schule

LEON: „Ich habe gelernt, dass ich keine Angst vor dem Tod zu haben brauch…“

Mit Kindern über den Tod zu sprechen– das ist für viele Erwachsene eine gewöhnungsbedürftige Idee. Genau diese Tatsache ist ein Hinweis darauf, wie allein Kinder mit Tod und Trauer gelassen werden, weil die Worte fehlen, weil die Sorge da ist, Kinder zu überfordern - deshalb sind wir bei dem Projekt Hospiz macht Schule dabei.

… ein Projekt, entwickelt von der Bundeshospizakademie, für die 3. und 4. Klasse einer Grundschule

Werden und Vergehen, Krankheit und Tod, Trauer und Trost werden in Kleingruppen in einer Schulwoche besprochen

…begleitet wird das Projekt durch 5-7 Ehrenamtliche aus dem Hospizdienst

… die Kinder und ihre Erfahrungswelten stehen im Mittelpunkt

Die bisherigen Projektwochen haben gezeigt, dass das Projekt einen nachhaltigen Effekt hat, der nicht nur die Schüler*innen selber beeinflusst, sondern auch Lehrer*innen und Eltern erreicht.

Wir freuen uns schon auf weitere Projekte! Interessierte Lehrer*innen können sich gern an uns wenden! Ute Küßner kuessner@aphd.de ist die Ansprechpartnerin im APHD.

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Das bundesweite Projekt Hospiz macht Schule hat es schon in vielen deutschen Städten an Grundschulen  gegeben, durchgeführt von entsprechend geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus Hospizgruppen. So sind wir auch 2014 mit einer Schulung für Ehrenamtliche gestartet.

Das Projekt richtet sich an Kinder der 3. und 4. Klasse. In dem Konzept der Projektwoche Hospiz macht Schule gehen mindestens fünf oder 6 Ehrenamtliche einer Hospizbewegung für fünf Tage gemeinsam als Team in eine Schulklasse. Die Projektwoche hat an jedem Tag einen neuen Themenschwerpunkt.

  1. Tag: Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen
  2. Tag: Krankheit und Leid
  3. Tag: Sterben und Tod
  4. Tag: Vom Traurig-Sein
  5. Tag: Trost und Trösten

In dieser Woche geht es um Gefühle, um gute und schlechte. Das Projekt schafft einen Rahmen, in dem Emotionen in Kleingruppen ausgetauscht werden. Es setzt bei der Erfahrungswelt der Kinder an, leitet sie behutsam zu dem Thema Sterben hin und führt wieder zurück ins Leben, zu dem was tröstet und Mut macht. Nur wer gelernt hat, die eigene Gefühlswelt zu reflektieren und sich selbstwirksam zu erfahren, kann mit Verlusten und schwierigen Ereignissen umgehen. Hospiz macht Schule hat einen präventiven Charakter, es bringt ein Tabuthema in die Gesellschaft, ohne belehrend oder schulmeisterlich daherzukommen.

www.hospizmachtschule.de

Stimmen zu Hospiz macht Schule

Anakin: „ich habe gelernt, man muss nicht Freund sein, um einen zu trösten…“

Eine Mutter berichtet, dass ihre Tochter zu Hause geweint und erzählt hat: „…das war gut, da konnte meine Tochter Trauer zulassen, das hatte eine reinigende Wirkung.“

Ein Mädchen sagt: „Es hat mir gutgetan, dass andere für mich da waren.“